h&p unternehmensgruppe
IHRE SPENDE

Digitale Welt: Kinderschutz und Kinderrechte bei h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention 1989 hat sich die Lebenswelt von Kindern vielseitig verändert. Die Digitalisierung nimmt immer mehr an Bedeutung sowie an Ausmaß zu: stetig entwickeln sich Angebote (Inhalte, Programme und Dienstleistungen) kommerzieller, öffentlicher und anderer Anbieter in digitaler Form. Darunter fallen Computer- und digital vernetzte Technologien und Dienstleistungen, das Internet, das World Wide Web, mobile Endgeräte, Netzwerke, Online, Apps, Soziale Medien, elektronische Datenbanken, Big Data, das Medienumfeld, Online-Spiele, und weitere (technische) Entwicklungen, die Zugänge für die digitale Lebenswelt ermöglichen.

Junge Menschen haben im Hinblick auf die Digitalisierung der Lebenswelt Rechte, die ihnen die Teilhabe daran ermöglichen: Zugang, Meinungs- und Informationsfreiheit, Versammlung und Vereinigung, Teilhabe und Spiel, Privatsphäre und Datenschutz, Bildung und Medienkompetenz sowie Schutz und Sicherheit – unter Berücksichtigung internationaler Menschenrechtsabkommen, wie der UN-Kinderrechtskonvention und der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Recht auf Zugang

Jedes Kind hat das Recht auf einen uneingeschränkten und gleichberechtigten Zugang zur digitalen Welt. (UN-KRK Art. 17)

Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit

Jedes Kind hat das Recht auf freie Meinungsäußerung – sowohl online als auch offline. (UN-KRK Art. 13)

Recht auf Versammlung und Vereinigung, Teilhabe und Spiel

Kinder haben das Recht, sich frei mit anderen zusammenzuschließen und sich friedlich zu versammeln. (UN-KRK Art. 15)

Recht auf Privatsphäre und Datenschutz

Kein Kind darf willkürlichen oder rechtswidrigen Eingriffen in sein Privatleben oder rechtswidrigen Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden, dies gilt auch im digitalen Raum. (UN-KRK Art. 16)

Das Kind hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen Eingriffe, Beeinträchtigungen oder Verletzungen dieser Rechte. (UN-KRK Art. 16)

Recht auf Bildung und Medienkompetenz

Jedes Kind hat Anspruch auf Zugang zum Bildungssystem. Dieser muss diskriminierungsfrei und chancengleich gestaltet sein. (UN-KRK Art. 28)

Recht auf Schutz und Sicherheit

Kinder müssen in allen Lebensbereichen vor jeglicher Form von Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung und schlechter Behandlung geschützt werden, dies gilt online und offline. Neben Richtlinien und Gesetzen, die dem Schutz von Kindern dienen, müssen entsprechende technische Vorkehrungen implementiert und gleichzeitig Kinder zum Selbstschutz in der digitalen Welt befähigt werden (UN-KRK Art. 3).

Die digitale Teilhabe der jungen Menschen ist für die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH von hoher Bedeutung. Aber das Netz ist nicht kindersicher. Daher liegt ein Schwerpunkt von h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH auf dem Kinderschutz in der digitalen Welt. Dies bedeutet vorrangig die digitalen Kompetenzen der jungen Menschen und vorrangig der Pädagog*innen zu erweitern. Denn wenn die digitale Teilhabe ernst genommen wird, dann muss jungen Menschen eine sichere Umgebung geboten werden, in der sie ihrem Alter entsprechende Kompetenzen erwerben können, die sie brauchen, um sich sicher im Netz und in einer veränderten Medienwelt bewegen zu können. Dieser Verantwortung stellt sich der Träger h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH im Jahr 2021 mit seinem Schwerpunktthema „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“, indem er vorrangig die Weiterentwicklung der individuellen, digitalen Kompetenzen in den Fokus nimmt: bei den jungen Menschen ebenso wie bei den pädagogischen Fachkräften.

h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH


Gemeinsam für Nepal – finanzielle Unterstützung seitens der h&p Baden-Württemberg gGmbH für die Govinda e.V.

Seit diesem Jahr unterstützen die albakademie GmbH, die h&p Baden-Württemberg gGmbH, die h&p Reinland-Pfalz/Hessen gGmbH, die h&p Sachsen gGmbH und die conneXX GmbH das Projekt „Girls Hostel“ der Govinda e.V. in Kalikatar, Nepal mit der Übernahme der jährlichen Gesamtkosen von 14.000 Euro.

1998 wurde die Govinda e. V. von fünf Krankenpfleger*innen aus Aalen gegründet. Ziel der Gründer*innen war es, ein Waisenhaus in Nepal aufzubauen, welches 15 Kinder beherbergen kann. Bis heute haben sich aus diesem Anfangsziel insgesamt neun Projekte entwickelt: Mittlerweile gibt es neben 700 Mitglieder und Paten, viele junge aktive Mitglieder in den Aktionskreisen in Deutschland und der Schweiz. Bisher unterstützt Govinda e.V. etwa 8000 Menschen in unterschiedlichen Projekten und beschäftigen 80 nepalesische Angestellte. Die Projekte sollen die Menschen befähigen, selbstständige, mündige und kritische Bürger*innen der nepalesischen Gesellschaft zu sein, sich in ihr integriert zu wissen und sie aktiv mitzugestalten. Dafür hat Govinda e.V. bereits mehrere Schulen gebaut, ein Ausbildungszentrum installiert und ein innovatives Reintegrationsprogramm gestartet.

Darüber hinaus wurde 2014 die Shangri-La Development Association (SDA) als nepalesischer Partnerverein von Govinda e.V. gegründet. Diese führt ehemalige Kinder des Waisenhauses nach ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium an Tätigkeiten als Entwicklungsmitarbeiter im eigenen Land heran.

Das Projekt „Girls Hotel“ ist ein Bildungshaus, in welchem derzeit 15 Mädchen leben. Durch das Leben in dem Haus wird den Mädchen ein täglicher Schulbesuch in der im Dorf vorhandenen Schule ermöglicht. Von ihren eigentlichen Heimatdort liegt die Schule bis zu drei Stunden Laufdistanz entfernt, sodass den Mädchen dort kein Schulbesuch möglich wäre. In dem Bildungshaus werden den Mädchen auch weitere Ausbildungs- und Schulungsmöglichkeiten z.B. im landwirtschaftlichen Bereich geboten.

Die h&p Baden-Württemberg gGmbH, die h&p Reinland-Pfalz/Hessen gGmbH, die h&p Sachsen gGmbH, die conneXX GmbH und die albakademie GmbH freuen sich, Govinda e.V. in diesem tollen Projekt unterstützen zu können!


Ein stabiles und Sicherheit bietendes Betreuungsangebot auch in diesen herausfordernden Zeiten

Der Umgang mit der Corona-Krise stellt alle Beteiligten der Kinder- und Jugendhilfe vor sehr große Herausforderungen. Vor allem trifft es auch die jungen Menschen, die aufgrund von Einschränkungen in ihren gewohnten Tagesstrukturen und Abläufen eingeschränkt sind. Der Alltag hinsichtlich des Bildungsbereiches ist geprägt durch Homeschooling und zuhause bleiben. Dadurch fallen wichtige Sozialkontakte mit Gleichaltrigen und auch mit Bezugspersonen außerhalb des familiären Rahmens weg. Ebenso ist der Freizeitbereich betroffen, da es nicht möglich ist, vielen Tätigkeiten nachzugehen und auch die Anzahl der Interaktionspartner*innen eingeschränkt ist.

Für die Kinder- und Jugendhilfe und die dort tätigen Pädagog*innen stellt diese Situation eine immense Herausforderung dar. Flexibel und umsichtig müssen sie diese Situation auffangen und ein solides Betreuungsangebot gestalten. Neben dem Betreuungsauftrag muss nun die Situation des Homeschoolings und der Ausgleich im Freizeitbereich aufgefangen und gewährleistet werden, um die jungen Menschen weiterhin förderlich zu begleiten.

Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH bietet aufgrund ihrer Hilfemaßnahmen, den familienanalogen Betreuungsstellen, ein stabiles und Sicherheit bietendes Betreuungsangebot. Dieses hat sich für die jungen Menschen sowie deren Familien in der zurückliegenden Coronakrise als tragfähig, verantwortungsvoll und flexibel bewährt. Es bietet auch weiterhin, das was in einer solch herausfordernden Zeit notwendig ist: verlässliche Betreuungsangebote für junge Menschen.

Es grüßt Sie,
h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

 


Ein Blick in das Jahr 2020: Der neue Jahresbericht der haug&partner unternehmensgruppe

Auch in der haug&partner unternehmengruppe war das Jahr 2020 geprägt von der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf die (pädagogische) Arbeit ihrer Einzelunternehmen. Im Zusammenhang mit den damit verbundenen Herausforderungen hätte das Jahresthema der Unternehmensgruppe „Werte“ im Vorfeld nicht treffender ausgewählt werden können.

Im vorliegenden Jahresbericht 2020 möchte die haug&partner unternehmensgruppe und ihre Einzelunternehmen Sie gerne über die Aktivitäten, Veränderungen und Entwicklungen des vergangenen Jahres informieren und einen umfangreichen Einblick in ihre Arbeit geben.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die schöne und zuverlässige Zusammenarbeit in dem vergangenen, herausfordernden Jahr und blicken zuversichtlich auf das Jahr 2021.

Den Jahresbericht finden Sie auf der Homepage der haug&partner unternehmensgruppe oder hier direkt zum downloaden: Jahresbericht_2020_haugpartner-unternehmensgruppe.pdf (49 Downloads)


Ein interessanter Ausblick ins kommende Jahr bei h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH

Mit vielerlei interessanten und neuen Angeboten bietet die h&p Baden-Württemberg den Pädagog*innen sowie den jungen Menschen der Erziehungsstellen und Familienwohngruppen ein abwechslungsreiches und anregendes Jahresprogramm. Herr Joshua Haug, neuer Geschäftsführer der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH blickt erwartungsvoll in das kommende Jahr: „Auch wenn in den nächsten Monaten die Pandemie noch viele Herausforderungen an uns alle stellen wird, so darf man auch mit freudiger Neugier ins neue Jahr blicken. Schon Antoine de Saint-Exupery sagte: Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen. In diesem Sinne wollen wir das neue Jahr gestalten.“ Daher läuft die Planung für die kommende Zeitt bereits auf Hochtouren: Es wird einige interessante Neuerungen geben ebenso wie die Fortführung von bereits Bewährtem. Zum einen werden im Bereich der Erlebnispädagogik für die jungen Menschen verschiedene, interessante Events angeboten, die nicht nur viel Spaß und Freude bereithalten, sondern auch Möglichkeiten der Kenntniserweiterung. Der beliebte Zirkus Pimperenello mit seinem lebendigen Programm wird erneut ein vielfältiges Freizeitangebot anbieten. Darüber hinaus wird es sowohl für die jungen Menschen als auch für die Pädagog*innen abwechslungsreiche Kurse und Freizeiten geben, die auch die Möglichkeit der Weiterbildung bereithalten.

Das Jahresthema „Digitalisierung, Chancen und Herausforderungen“ wird durch verschiedene Tagungen und digitale Zusammenkünfte in unterschiedlichen Facetten bearbeitet werden. Neben rechtlichen Aspekten wird die Kompetenzerweiterung einen großen Raum einnehmen. Im Besonderen wird dieses Jahresthema auch die Beteiligung der jungen Menschen beim Träger h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH noch weiter erhöhen. Projekte wie gemeinsame digitale Aktionen (gemeinsam Musizieren, ein digitaler Adventskalender), eine Jugendakademie und verschiedene Angebote an die jungen Menschen (ein Jahresglücksglas, Lebensordner, Schmetterlingszüchten, uvm) versprechen Interessantes und Neues im kommenden Jahr.


Geschäftsführungswechsel bei der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Wir freuen uns bekannt zu geben, dass Herr Joshua Haug ab dem 01.Januar 2021 die Funktion des Geschäftsführers der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH übernehmen wird. Herr Joshua Haug löst damit die bisherige Geschäftsführerin Frau Johanna Klebl-Haug ab, die die h&p Baden-Württemberg gGmbH souverän und besonnen durch die Ereignisse und Herausforderungen des Jahres 2020 geführt hat. Frau Johanna Klebl-Haug wird weiterhin in ihrer Funktion als stellvertretende Gesamtleiterin der haug&partner unternehmensgruppe den Träger eng begleiten und unterstützen.

Herr Joshua Haug verfügt über Kompetenzen im Bereich Sozialpädagogik (B.A. Sozialmanagement) und Betriebswirtschaft (geprüfter Betriebswirt IHK). Als Assistenz der Geschäftsführung stand Herr Joshua Haug der Geschäftsführerin bereits im Jahr 2020 mit seiner mehrjährigen Leitungserfahrung unterstützend zur Seite, wodurch der Übergang sicher und nachhaltig gestaltet werden konnte.

Die haug&partner unternehemnsgruppe gratuliert Herrn Joshua Haug recht herzlich zu seiner Ernennung


Ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute, Glück und vor allem Gesundheit für das Neue Jahr 2021

… wünscht Ihnen die h&p Baden-Württtemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Bei h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH war es ein herausforderndes und ereignisreiches Jahr. Für die Unterstützung und Begleitung möchte sich die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH bei allen Pädagog*innen und ihren Familien herzlich bedanken. Denn nur durch ihr Engagement und ihren Einsatz konnte dies so gut gelingen. Es war in diesem Jahr besonders überwältigend zu erfahren, wie verantwortungsvoll das Wirken der Pädagog*innen im Alltag ist – trotz äußerer, belastender Geschehnisse wie die Pandemie. Ihr Versprechen, den jungen Menschen, die sie in ihrem häuslichen Umfeld aufgenommen haben, um einen sicheren Ort zu bieten, stand und steht auch in dieser Zeit verlässlich. Die Verschiedenheit der Menschen, die dies schaffen, mitgestalten und beteiligt sind, ist faszinierend. Für ihr Engagement, ihre Zuverlässigkeit und ihr pädagogisches Wirken ein großer Dank. Der Dank gilt auch den Familien, die dies mit begleiten.

Ebenso gilt der Dank den unterstützenden Begleiter*innen im Landesjugendamt, den Jugendämtern und allen Beteiligten, die in diesem Jahr unterstützend zur Seite standen.

Viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit wünscht die h&p Baden-Württemberg gGmbH


Ein Blick in die Vielfalt der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH hat sich als Teil der haug&partner unternehmensgruppe im Jahr 2020 mit den Werten auseinandergesetzt, die ihr als Träger in seiner täglichen Arbeit zugrunde liegen. Allem voran stand die Überlegung, dass es sicherlich nicht genügt, Werte nur plakativ zu benennen. Es geht vor allem darum, miteinander zu sprechen und daran zu arbeiten, welche Werte und Haltungen unser Handeln und unser Wirken prägen und welche sie in der Gegenwart und in der Zukunft leiten sollen. Hierzu fanden in diesem Jahr zahlreiche Gespräche, einige Veranstaltungen und ebenso verschiedene Veröffentlichungen statt.

Über die eigenen Werte und Haltungen wurde aber nicht nur zwischen den Erwachsenen und den Pädagog*innen gesprochen. Denn vor allem im täglichen Miteinander und im gemeinsamen Leben in den Erziehungsstellen, Familienwohngruppen und Sozialpädagogischen Sonderpflegestellen finden die Auseinandersetzungen mit den eigenen Werten und den Werten der Anderen tagtäglich statt. Abgebildet ist dies nun in einem  Wertebuch, das einen Einblick gibt in die Werte, Vorstellungen und Haltungen der jungen Menschen und ihren Wegbegleitern, die in den Erziehungsstellen, Familienwohngruppen, ISE-Betreuungsstellen und Sozialpädagogischen Sonderpflegestellen der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gemeinsam leben.

Es sind sehr beeindruckende Texte, Kunstwerke, Bilder und Darstellungen, die sich hier wiederfinden. Manche von ihnen wurden über einen sehr langen Zeitraum geschaffen und gestaltet; einige von ihnen halten in Form von Momentaufnahmen wesentliche Gedanken und Wertehaltungen fest, die wichtig für die eigene Lebensgestaltung sind. Die Werke zeigen Augenblicke aus dem Alltag oder sie halten Wünsche und Vorstellungen fest, die für die eigene Lebensplanung erreicht werden sollen. Es ist eine große Bandbreite an persönlichen Wertmaßstäben, Wertvorstellungen, persönlichen aber auch beruflichen Haltungen, die eindrucksvoll aufzeigt, was für die jungen Menschen und ihre Wegbegleiter*innen bei h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend und Familienhilfe gGmbH das gemeinsame Leben und die Zukunftsplanung prägt.

Bei allen wird deutlich, was bereits Wilhelm von Humboldt festgehalten hat:

Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“

Auf Wertefragen gibt es keine einfachen Antworten. Gerade darum ist es notwendig, solche Fragen zu stellen und im Miteinander darüber zu sprechen. Werte gehen uns alle an: ob jung oder alt. Sie betreffen unser privates Leben, unser berufliches Leben und unsere Zukunftsgestaltung.

Aus diesem Grund gehört die Debatte über Werte in unseren Alltag. Dies ist nicht nur in diesem Jahr bei h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH gelungen, wie das Wertebuch so eindrucksvoll zeigt. Das gemeinsame Gespräch über Werte wird weiterhin seine Fortsetzung finden.


Die aktuelle Corona-Situation und ihre Auswirkungen

Die Corona-Pandemie hat uns alle nun wieder mit großen Schritten erreicht. Die aktuelle Situation schafft Unsicherheit und auch Sorge für die kommende Zeit.

Für die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH heißt dies, dass die gesetzlichen Vorgaben beachtet und umgesetzt werden. Eine soziale Isolation, wie sie im Frühjahr umgesetzt wurde, ist im Moment noch nicht vorgegeben. Aber ein sehr achtsamer Umgang mit Sozialkontakten und Besuchen muss gewährleistet werden. In der jetzigen Situation ist hier eine Einschränkung notwendig, um den Gesundheitsschutz für alle zu erhalten. Persönliche Kontakte müssen auf das nötige Maß reduziert werden.

Die Vorgaben der Landesregierung und des Landesjugendamtes sind leitend:  es ist wieder notwendig, die soziale Distanz vermehrt einzuhalten und Kontakte auf deren Notwendigkeit zu prüfen. Es gilt, die Gesundheit aller weiterhin im Fokus zu behalten. Die h&p Baden-Württemberg gGmbH ist sich bewusst, dass alle persönlichen Begegnungen ein Risiko bergen; gleichwohl ist der sozialpädagogische Alltag geprägt von persönlichen Kontakten. Diese gilt es, entsprechend dem Gesundheitsschutz so zu gestalten, dass die Leistungserbringung für alle Beteiligten möglich ist. Hierfür sind alle Beteiligten sensibilisiert und fachlich angeleitet.

Daher gilt es: Alle persönlichen Kontakte sind auf das Maß reduziert zu halten, das erforderlich ist, um einerseits eine gute Qualität der Betreuung der Kinder und Jugendlichen sicherzustellen und andererseits eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten. Die Fachdienste sind persönlich vor Ort, um die Pädagog*innen fachlich zu begleiten, sowie den persönlichen Kontakt zu den jungen Menschen zu gewährleisten. Aber jeder Termin wird geprüft, ob er möglich ist unter den gegebenen Umständen. Alle Hygienevorgaben und gesundheitssichernde Maßnahmen werden strikt umgesetzt: Abstand, Mundschutz, Kontakte möglichst im Freien, keine geschlossenen Räume, Lüften der Räume, häufiges Desinfizieren, kein Handschlag, …

 

Verlässlichkeit erfordert Flexibilität

Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH ist ein verlässlicher Partner in unsicheren Zeiten. Daher sind enge Absprachen sowie Kenntnis über aktuelle Entwicklungen unabdingbar. Die Dynamik der Pandemie ist nicht voraussehbar und eine flexible Reaktion bleibt zwingend notwendig.

Das Anliegen der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH ist es, alle betreuten jungen Menschen, deren Familien, die betreuenden sozialpädagogischen Fachkräfte und alle Mitarbeitenden möglichst gut und sicher durch diese Krise zu begleiten. Hierzu gilt es, miteinander aufkommende Fragen und Anliegen auszuhandeln und gemeinsam Situationen zu gestalten. Es ist aber auch nötig, einen roten Handlungsfaden vorzugeben: Mit fürsorglichem Blick für die jungen Menschen, die betreuenden Pädagog*innen und ihren Familien, die Herkunftsfamilien der jungen Menschen sowie allen anderen Beteiligten sollen weiterhin alle persönlichen Kontakte auf deren Notwendigkeit geprüft werden.

Die aktuelle Situation gebieten hohe Vorsicht und Umsicht.


Fabians Projekt – „One Planet – All Children“

Eine demokratische Gesellschaft, die von Offenheit und Vielfalt geprägt ist, ist darauf angewiesen, dass ihre Mitglieder über Kompetenzen verfügen, die sie dazu befähigen mit der Vielfalt an Wertorientierungen und Lebensstilen umzugehen und die Grundwerte des friedlichen Miteinanders anzuerkennen. Für die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH bedeutet das, diese Rechte der jungen Menschen uneingeschränkt in ihren pädagogischen Leitlinien und Zielsetzungen umzusetzen: Alle junge Menschen haben ein Recht auf Erziehung und somit ein Recht auf Veränderung durch ihre Persönlichkeitsentwicklung und der Stärkung ihrer Selbstkompetenzen. In diesem Sinne stützt die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH die zu betreuenden jungen Menschen in ihrer Entwicklung zu einer gemeinschaftsfähigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeit. Hierzu ist Werteerziehung und Wertebildung von sehr hoher Bedeutung: Die zu betreuenden jungen Menschen werden darin unterstützt, Werthaltungen zu entwickeln, Wertekompetenz zu erwerben und wertorientiert zu handeln. In der Region West wurde unter der Begleitung des Fachdienstes Frau von Reventlow wurde dieser Anspruch in Form eines besonderen Projektes angeleitet und umgesetzt. Einige junge Menschen sowie einige Erwachsene beteiligten sich an dem Projekt „One Planet – All Children“. Das 2GETHERLAND ist ein Camp für faire Chancen und gegen soziale Ungleichheit. Es ermöglicht den direkten Austausch mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen, zu deren Problemen, Fragestellungen und Lösungsvorschlägen. Zugleich steht das Camp für individuelles Empowerment und für Unterstützung der Teilnehmenden aller Altersgruppen. 2GETHERLAND Germany wird alle zwei Jahre durchgeführt. Die Camps setzen neue Impulse für faire Chancen in Bildungsinstitutionen, Jugendhilfe, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Es hat sich gelohnt – wie der Bericht von Fabian zeigt:

Im Oktober 2019 wurde ich, zusammen mit einer erwachsenen Begleitperson meiner Wahl, zu einer Veranstaltung von „2GETHERLAND“ eingeladen. Folgende Fragestellungen galt es zu bearbeiten.

  • Was brauchen junge Menschen, um gut leben zu können?
  • Was können wir tun, dass alle Kinder und Jugendliche die gleichen fairen Chancen erhalten?
  • Wie können Kinder und Jugendliche und mitwirken?
  • Wie können alle Generationen gemeinsam die besten Lösungen finden, wenn es um gutes Aufwachsen geht?

„2GETHERLAND“ ist ein Zusammenschluss von folgenden Trägervereinen und Stiftungen: Bertelsmann Stiftung, Breuninger Stiftung, KinderRechtsForum, Hochschule Osnabrück, Deutscher Kinderschutzbund, Netzwerk zum Umsetzen der UN-Kinderrechtskonvention, Robert Bosch Stiftung, SOS Kinderdorf. Im Januar 2020 entwickelte ich zusammen mit meinem Betreuer das Projekt „One Planet – all children“. Innerhalb dieses Projektes beschäftigen mich zwei Themen:

 

Das erste Thema ist die finanzielle Mitverantwortung von Erziehungsstellenkindern:

Die geforderte finanzielle Mitverantwortung von jungen Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe, die mit ihrem verdienten Geld, solange sie z.B. in einer Erziehungsstelle oder Wohngruppe leben, sich an den Platzierungskosten zu 75 % mit ihrem Lohn zu beteiligen. Es wird auch bei den Sorgeberechtigten das Kindergeld für die Platzierungskosten einbehalten. Das kann von uns jungen Menschen dahingehend gedeutet werden, dass wir dies als ungerecht empfinden. Denn wir sind bereits durch die nicht erbrachte Erziehungsleistung der Eltern im Nachteil, und können diese Regelung als nachteilig anderen Kindern gegenüber empfinden.

Kinder in der Kinder- und Jugendhilfe kommen in der Regel aus armen Haushalten: 57 % stammen aus Haushalten von alleinerziehenden Elternteilen und Sozialhilfeempfänger*innen. Wir benötigen insbesondere die Unterstützung von Erwachsenen, um die finanzielle Regulierung unseres Lebens erlernen zu können. Dazu werden wir jedoch nicht ermächtigt, wenn wir mit den restlichen 25 % unserer Einnahmen haushalten müssen. Wir können weder etwas ansparen, um z.B. die Kaution für eine spätere Wohnung zu stellen, wenn wir in die Selbstständigkeit gehen, oder um den Erwerb eines Führerscheines aus eigener Tasche zu finanzieren. Schon durch diese Tatsachen sind wir dann z.B. später auf dem Arbeitsmarkt unter Umständen weniger attraktiv für die Arbeitgeber als andere Jugendliche.

Das ist nicht fair! Unser Potential als zukünftige Steuerzahler wird nicht gesehen und erfährt auch keine Wertschätzung, weil man schon im Vorfeld uns eine Zukunft innerhalb der Gesellschaft schwer macht.

Als Kinder wollen wir das Recht zugestanden bekommen, unseren Beitrag im Erwachsenenleben auch als Steuerzahler zu gestalten, und so auch als ordentliche Mitglieder unserer Gesellschaft, Dazugehörigkeit zu erfahren. Teilhabepakete sind für den Augenblick nur eine Erleichterung.

Ziel unserer Platzierung sollte es sein, auch eine pädagogische Nachhaltigkeit in der späteren finanziellen Gestaltung unseres Lebens erlernen zu dürfen. Dies geschieht leider noch nicht in ausreichendem Maße, wie ich bereits ausgeführt habe. Aus diesem Mangel heraus erfahren wir immer noch eine Stigmatisierung innerhalb der Gesellschaft, die so nicht sein müsste, wenn wir mit diesem Bedürfnis ernst genommen werden würden.

Wir fordern deswegen eine nachhaltige pädagogische Erziehung, die uns mit unserem Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit in allen Punkten ernst nimmt. Damit sollen wir für unserem Erwachsenenleben befähigt werden, finanzielle Selbstverantwortung in allen Lebensbereichen zu übernehmen und mit ausreichenden finanziellen Mitteln aus eigener Arbeit, unser zukünftiges Erwachsenenleben selbstständig gestalten zu können.

 

Das zweite Thema ist die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz:

Bis heute ist es nicht gelungen, die Kinderrechte ins deutsche Grundgesetz aufzunehmen. Wir Kinder werden im Grundgesetz immer noch als „Objekte unserer Eltern“ geführt.

Wenn Kinder Gewalterfahrungen innerhalb ihrer Herkunftsfamilie erleiden und/oder sexuell ausgebeutet werden, dann hat dies einen direkten Bezug gerade zu dieser Tatsache, dass wir Kinder lediglich als Objekte unserer leiblichen Eltern angesehen werden, und eben nicht als Individuen und vollwertige Mitglieder der Gesellschaft.

Durch die Verankerung der Kinderrechte ins Grundgesetz wird das Wohl von Kindern in Staat und Gesellschaft in den Mittelpunkt gestellt. Dadurch werden Kinder als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen und anerkannt. Somit werden der Schutz und die Förderung der Kinder verbessert. Kinder sollen ferner gehört und beteiligt werden, wenn es um ihre Belange geht. Dadurch erfahren gerade benachteiligte Kinder einen erhöhten Schutz vor Vernachlässigung und sexueller Ausbeutung. Außerdem haben wir ein Anhörungsrecht, wenn es um eine Fremdplatzierung in eine andere Familie geht.

Die UN-Kinderrechtskonvention mahnt seit Jahren die Bundesrepublik Deutschland – zuletzt 2014 – an, die Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen.

 

Die 10 wichtigsten Kinderrechte sind:

Gleichheit – alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden. (Artikel 2)

Gesundheit – Kinder haben das Recht gesund zu leben, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden. (Artikel 24)

Bildung – Kinder haben das Recht zu lernen und eine Ausbildung zu machen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht. (Artikel 28)

Spiel und Freizeit – Kinder haben das Recht zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein. (Artikel 31)

Freie Meinungsäußerung und Beteiligung – Kinder haben das Recht bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken. (Artikel 12 und 13)

Schutz vor Gewalt – Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung. (Artikel 19, 31 und 34)

Zugang zu Medien – Kinder haben das Recht sich alle Informationen zu beschaffen, die sie brauchen, und ihre eigene Meinung zu verbreiten. (Artikel 17)

 Schutz der Privatsphäre und Würde – Kinder haben das Recht, dass ihre Privatleben und ihre Würde geachtet werden. (Artikel 22 und 38)

Schutz vor Krieg und Flucht – Kinder haben das Recht im Krieg und auf der Flucht besonders geschützt zu werden. (Artikel 22 und 38)

Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung – Behinderte Kinder haben das Recht auf besondere Fürsorge und Förderung, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können. (Artikel 23)

Nach der Zusammenstellung der einzelnen Punkte und der kritischen Auseinandersetzung damit muss ich feststellen, dass Kinder in der Erziehungshilfe in keine große Lobby haben. Um dies zu ändern, möchte ich mich stark machen. Deshalb habe ich ein Logo entwickelt, mit welchem ich die Öffentlichkeit auf diese Missstände aufmerksam machen möchte.

 

Zwischenzeitlich unterstützt mich auch mein Bruder Sam darin, das Projekt voran zu bringen.

Am 28.07.20 werde ich das erste Interview meines Lebens mit dem Bundestagsabgeordneten Herrn Weis durchführen, und ihm einen offenen Brief an die Familienministerin Giffey und die Justizministerin Lambrecht überreichen.

Diesen Bericht habe ich mit Hilfe meiner Betreuerin verfasst. Meine Betreuer*innen unterstützen mich und mein Projekt. Bitte drückt mir die Daumen, dass das Projekt erfolgreich wird und uns allen hilft, ein besseres Zusammenleben zu gestalten für unsere Rechte und zum Wohle der Gesellschaft.

Fabian


Mein allergrößtes Ferienabenteuer

In diesem Bericht erzählt Sam von einem besonderen Ferienerlebnis.

Oma war an Weihnachten gestorben und ihr Haus stand jetzt leer und musste hergerichtet werden. An einem Donnerstagmorgen in den Ferien kam ein Installateur. Das finde ich immer ganz spannend, wenn Handwerker ins Haus kommen. Und so begleitete ich Chrissie – meine Betreuerin – an diesem Morgen. Im Keller huschte hinter mir blitzschnell ein Schatten vorbei – das hat außer mir aber niemand gesehen.

Am Abend kamen wir wieder in Omas Haus, um das Fressen für Oma´s Katzen hinzustellen. Als wir aber in die Küche kamen, saß eine fremde Katze am Futternapf und sprang, als sie uns sah, ganz flink wieder hinaus. Chrissie sagte mir, dass das eine Streunerin sei, die sich schon seit einige Wochen herumtreibt. Jetzt wusste ich auch, welchen Schatten ich am Morgen im Keller gesehen hatte.

Im Keller wollten wir nochmals die Arbeit des Installateurs anschauen. Da kam uns auf der Treppe schon wieder die Streunerin entgegen. Als sie uns sah, flüchtete sie zurück in den Keller. Wir verfolgten sie, weil Chrissi nicht wollte, dass die Streunerin sich im Haus aufhält. In der dunkelsten Ecke des Kellers stieß Chrissie plötzlich einen Schrei aus: „Sam hol mal schnell Omas Taschenlampe!“. Ich flitzte in die Kühe und brachte Chrissie die Taschenlampe. Als der Lichtstrahl in die dunkle Ecke fiel, sahen wir die Streunerin und dahinter fünf kleine Kätzchen. Die Streunerin knurrte und fauchte uns an.

Wir zogen uns zurück, suchten einen großen Karten und legten ihn mit Omas flauschigsten Decken aus. Später am Abend, als wir die Streunerin im Garten sahen, schnappte sich Chrissie den Karten und rannte in den Keller. Dort packte sie die Kätzchen in den Karton und stelle noch Trockenfutter und Katzenmilch daneben.

Am nächsten Morgen konnte ich es kaum erwarten, bis wir wieder zu Omas Haus fuhren und nach den Kätzchen schauen konnten. Die Tellerchen waren leer. Aber auch das rote Kätzchen fehlte. Chrissie meinte, dass die Streunerin die Kätzchen jetzt in ein anderes versteck bringen würde. Bis zum Abend fehlten noch zwei weitere Kätzchen. Ich war sehr enttäuscht.

Am nächsten Tag erzählte Chrissie, dass zwei Kätzchen noch immer alleine da waren. „Wir warten jetzt noch einen Tag Sam, aber dann muss etwas passieren.“, meinte Chrissi. Am Abend sahen wir wieder nach den Kätzchen und fanden sie hungrig und halb erfroren vor. Wir nahmen sie mit, wärmten sie und gaben ihnen verdünnte Katzenmilch.

Chrissie erklärte mir, dass die Streunerin wahrscheinlich nicht genug Milch für den ganzen Wurf hatte und die Kleinen deshalb zurückgelassen hatte. Ich war sehr wütend: Wie konnte sie so etwas machen? „Dann sind das jetzt unsere Pflegekätzchen.“, sagte ich zu Chrissie.

Nachts machte ich mir viele Gedanken und fragte mich, warum ich ein Pflegekind bin: Hatte meine Mutter auch nicht genug Milch für mich gehabt und mich deswegen abgegeben? Oder war ich ein böses Kind und sie mit mir überfordert. Ich hatte plötzlich so viele Fragen und löcherte Chrissie. Sie sagte mir, dass manche Eltern einfach keine Zeit für ihre Kinder haben oder sie überfordert sind. So wie es bei der Streunerin der Fall war: Sie hätte sicher gerne ihren Wurf durchgebracht, aber hat gemerkt, dass sie nur Kraft für drei Kätzchen hat. Jetzt wurde mir einiges klar: Meine Mama hatte nicht genug Kraft für alle Kinder gehabt und deshalb hat sie meinen Bruder und mich abgegeben, damit es für alle reicht. Jetzt weiß ich auch, dass ich meiner Mama nicht böse sein darf. Chrisi ist ja auch nicht böse auf die Streunerin Sie hat letztendlich das Richtige getan und die beiden Kätzchen zu uns genommen.

Chrissie hat die Nachbarschaft über den Fund der Katzenbabys und die Streunerin, die sich mit ihren Kätzchen irgendwo versteckt, informiert und sie darum gebeten sich bei ihr zu melden, falls sie sie finden. Und tatsächlich rief ein paar Tage später eine Nachbarin an und erzählt von einem Lichtschacht, in dem die Streunerin mit den Kätzchen liegt. Daraufhin führ Chrissi gleich los und holte die Streunerin samt den Kätzchen zu uns nach Hause.

Chrissie sagte, die Streunerin müsse sterilisiert werden: „Sonst haben wir sehr bald eine Katzenkolonie hier, und das will niemand.“ Dann machten wir uns Gedanken darüber wie die Katze heißen sollte. Wir schauten im Internet nach, um welche Art von Katzen es sich handelt und wurden fündig: Eine Schildpattkatze. Und Chrissi fand dann auch einen passenden Namen: „Nala“. Dieser Name kommt auf Äthiopien und bedeutet „Dunkle Königin“. Ich malte mir schon aus, wie Nala bei uns wohnen würde. Aber Chrissi sagte, dass es das Beste wäre, Nala nach der Sterilisation selbst entscheiden zu lassen. Entweder kommt sie dann immer wieder oder sie zieht weiter.

Ich kümmerte mich den ganzen Tag um die Kätzchen: Ich wusch sie mit warmem Wasser und fütterte sie. Wir gaben den Kätzchen auch Namen: Ein Kätzchen wurde „Cosy“ genannt, weil sie nach dem Füttern so gern mit Chrissi kuschelte. Ein Kätzchen, das besonders laut nach ihrem Fläschchen schreit, heißt jetzt „Ava“ – das bedeutet Stimme. Und die hat Ava! Das rote Katerchen tauften wir „Kimba“, was in der Sprach der Suaheli „Löwe“ bedeutet. Dann gibt es noch „Jack“ und „Paulchen“.

Chrissi suchte bei Freunden und Verwandten nach einem neuen Zuhause für die Kleinen. Schon nach ein paar Tagen waren alle vergeben. Natürlich darf man sie erst nach zwölf Wochen abgeben. Da war ich vielleicht froh, denn so hatte ich sie noch eine Weile.

Wir fuhren jetzt dreimal am Tag zu Omas Haus und schauten nach Nala und den Jungen. Eines Tages fiel Chrissi auf, dass Paulchen nicht bei Nala sein durfte – er lag ganz abseits. An dem Tag fuhren wir nach dem Abendessen ganz schnell wieder zu den Katzen. Aber es war schon zu spät: Paulchen war tot. Nala hatte sich einfach auf ihn gesetzt und ihn zu Tode gequetscht. Für mich war das ein Schock! Chrissi meinte: „Nala hat fast keine Milch mehr. Deshalb hat sie Paulchen zerdrückt. Morgen müssen wir die beiden Katerchen zu uns holen.“ Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten: „Was ist das nur für eine Monstermutter?“

Als wir zu Hause angekommen waren, suchten wir einen schönen Platz im Garten, um Paulchen zu beerdigen. Wir fanden einen Platz bei den schön blühenden Hortensien. Es tröstete mich etwas, dass Oma jetzt im Himmel auf Paulchen aufpassen würde.

Chrissi und ich kümmerten und weiterhin zusammen um die vier übrig gebliebenen Kätzchen. Als wir einmal auf dem Boden saßen und die Kleinen bestaunten, kam mir der Gedanke, dass wir wie das Jugendamt waren. „Hat das Jugendamt meinen Bruder und mich von Zuhause weggeholt, damit uns nichts passiert?“ wollte ich von Chrissie wissen. Chrissie sagte: „Das Jugendamt hat euch von euren Eltern weggeholt, weil ihr nicht gut genug versorgt wart.“ Und bei Chrissi geht es uns wirklich gut. Chrissi spricht viel mit uns und erklärt uns das Leben, damit wir später einmal „einen vollen Lebensrucksack“ haben, wie sie immer sagt. Der ist nämlich wichtig, damit man seine Aufgaben im Leben erfüllen kann.

Wir fahren immer noch jeden Tag zu Omas Haus und schauen nach den Katzen. Morgen wird Nala sterilisiert. Danach bleibt sie zwei Tage im Haus, dann kann sie wählen, ob sie bleiben will oder ihrem Freiheitsdrang folgen möchte.

Der Abschied von Nala wird mir wehtun. Aber wenn ich daran denke, dass die Kätzchen in acht Wochen fort sind, kommen mir jetzt schon die Tränen.

Ich hatte gedacht, dass meine Sommerferien nicht besonders interessant werden würden. Aber ich habe ganz viel gelernt und langweilig wurde mir auch nicht. Und eines habe ich ganz genau erkannt: Chrissi hat ein ganz großes Herz. Und so eines möchte ich auch haben. Ich glaube, dass man das aber nur bekommt, wenn man offen für die Not anderer ist, auch für die Not der Tiere. Chrissi hat einmal zu mir gesagt, dass jeder Mensch sein Herz aufschließen muss, wenn er lieben und geliebt werden möchte. Wenn Jack vor mir steht, mich anmiaut und mit mir spielen will, dann weiß ich, dass ich mein herz aufgeschlossen habe.

Sam / Sommerfeiern 2020


Digitalisierung: Chancen und Perspektiven

Nicht erst das Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie hat uns allen vor Augen geführt, wie sehr die Digitalisierung in das tägliche Leben Einzug gehalten hat. Es wurde in dieser Zeit im Besonderen deutlich, welchen Nutzen die neue digitale Welt mit sich bringt. Die UNESCO stellt die Erkenntnis auf, dass die Digitalisierung alle Bereiche des Lebens erfasst und die Grundlage der moderner Wissensgesellschaften im 21. Jahrhundert bildet. Die Gestaltung der Digitalisierung zum Wohle der Menschheit nimmt die UNESCO als ihre Aufgabe wahr und fordert daher unter anderem für alle den Zugang zu Informationen und Wissen, E-Learning, E-Wissenschaft und Medien. Damit verbindet sich diese Definition der UNESCO auch eng mit der europäischen Agenda des lifelong learning. Versuche diese Grundbildung inhaltlich zu fassen, sind umfassend und sehr vielfältig. Es wird hierbei oftmals auf die neuen Medien, IT-Fertigkeiten, digital literacy u.Ä. hingewiesen (BMBF/KMK 2012).

Die europäische Agenda beinhaltet als „Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen“ die „Computerkompetenz“ als einen von acht Kompetenzbereichen.

Die Kompetenz mit digitalen Medien Wissen zu erschließen, ist in der heutigen Zeit eine Schlüsselkompetenz, die es anzuerkennen und zu fördern gilt. Diese Erkenntnis hat seit langem Einzug gehalten in die Bildungssektoren ebenso wie in die sozialpädagogische Praxis: Dass junge Menschen in einer Umgebung aufwachsen, in der digitale Medien und Angebote allgegenwärtig sind, ist nicht mehr wegzudenken.

Dies führt in der haug&partner unternehmensgruppe dazu, dass sich die verantwortlichen Fachkräfte und betreuenden Pädagog*innen   gemeinsam auf den Weg machen, um eigene Kompetenzen zu erwerben, so dass sie  kompetente Begleiter*innen der jungen Menschen im Bereich des digitalen Lernens sind. Daher wird künftig ein Schwerpunkt auf der Digitalisierung mit ihren Herausforderungen, Chancen und Perspektiven liegen. Die verantwortlichen Erwachsenen müssen sich aufgrund ihres erzieherischen Auftrages in der öffentlichen Erziehung diesem Lernfeld bewusst annehmen und selbst zu Lernenden werden, um für die jungen Menschen kompetente Partner*innen und Begleiter*innen zu werden.

 


Postkarten-Set „Kinderrechte“

1989 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Mittlerweile wurde dieses Dokument von fast allen Staaten der Erde unterzeichnet.

Auch der haug&partner unternehmensgruppe ist es ein zentrales Anliegen die Bedeutung der Kinderrechte zu betonen. Deshalb hat sie zum Jahr der Werte ein Postkarten-Set erstellt, das Grüße mit einer wichtigen Botschaft versendet.

Auf fünf Postkartenmotiven finden sich zentrale Kinderrechte wieder:

Das Recht auf Gleichbehandlung

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 2 und 4)

Das Recht auf Fürsorge

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 5, 7, 9 und 18)

Das Recht auf Bildung

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 28)

Das Recht auf Spiel und Freizeit

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 31)

Das Recht auf freie Meinungsäußerung und Beteiligung

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 12 und 13)

Die Postkarten werden an alle jungen Menschen, die in den Angeboten der haug&partner unternehmensgruppe betreut werden, verteilt.

Viel Freude beim Versenden der Karten!


Kinderrechte – das Kernanliegen der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Das Bewusstsein für die Rechte von Kindern wächst zunehmend und wird immer mehr zur zentralen Forderung in Deutschland. Seit dem Jahr 1992 ist die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) in Deutschland geltendes Recht. Sie legt wesentliche Standards zum Schutz der Kinder fest und stellt das Wohlbefinden der jungen Menschen in den Mittelpunkt. Auch die aktuelle Frage, ob und wie Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden sollen, wird intensiv diskutiert.

Bei der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH stehen die Kinderrechte schon immer im Fokus. Die Beteiligung der jungen Menschen im Alltag des Angebots in häuslicher Gemeinschaft, in ihrer perspektivischen Lebensplanung und Gestaltung, in der Schule und Kinderbetreuung, in den digitalen Medien, im sozialen Umfeld sowie in der Gesellschaft stehen gemeinsam mit den Pädagog*innen und den jungen Menschen kontinuierlich im Blick. Dadurch kann die Mitwirkung und Mitbestimmung der jungen Menschen stets gewährleistet werden. Mitbestimmung ist nicht nur ein wichtiger Schritt der Demokratiebildung – als gesellschaftspolitischer Auftrag an den Träger – sie ist auch eine wesentliche Voraussetzung für eine selbstbestimmtes Lebensführung. Daher erkennt die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH die Kinderrechte als explizite Förderrechte der jungen Menschen an und setzt dies im pädagogischen Alltag mit Nachdruck und Verbindlichkeit um.


Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH bietet Betreuungsangebote, auf die auch in schwierigen Zeiten Verlass ist …

Verlässlichkeit ist zu einem handlungsleitenden Prinzip in der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH geworden.

Die haug&partner unternehmensgruppe hat sich im Jahr 2020 zum Ziel gesetzt, sich mit den unternehmensinternen Werten auseinanderzusetzen und diese weiter zu entwickeln. Einer dieser Werte, die in der haug&partner unternehmensgruppe großgeschrieben werden, ist die Verlässlichkeit. Verlässlichkeit bedeutet für die haug&partner unternehmensgruppe, umfassende und nachhaltige Verantwortung für die gestellten Aufgaben und Anforderungen zu übernehmen. Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH steht zu den getroffenen Vereinbarungen. Verlässlichkeit ist hier zu einem handlungsleitenden Prinzip geworden, das Sicherheit und Orientierung gibt: Vor allem für die jungen Menschen, die in den Betreuungsangeboten der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH betreut werden. In zahlreichen Erziehungsstellen in Baden-Württemberg, Berlin und dem Saarland, in einer Vielzahl an Sonderpflegestellenfamilien sowie in intensiv pädagogischen Betreuungsangeboten wurde während des Lockdowns in der zurückliegenden Corona-Zeit sowie auch in der jetzigen Situation ein hohes Maß an Verlässlichkeit und Orientierung für die jungen Menschen gewährleistet. Die betreuenden Pädagog*innen und die Fachdienste haben mit viel fachlichem Know-How und Kreativität die intensive Zeit der Betreuung gestaltet und konnten den jungen Menschen und ihren Familien Sicherheit, Orientierung sowie ein hohes Maß an Optimismus gewährleisten. Es war und ist eine herausfordernde Zeit für alle.

Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH hat sich in dieser Zeit bewährt als Partnerin in der Kinder- und Jugendhilfe, die die ihm anvertrauten jungen Menschen durch das Engagement aller Mitarbeitenden und die Fachlichkeit des Träger umsichtig und verlässlich begleitet.

Auf die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-; Familienhilfe gGmbH ist Verlass!

 


Erweiterung des Betreuungsangebotes um eine neue Erziehungsstelle in Berlin

Seit Mitte Mai 2020 ist die haug&partner unternehmensgruppe durch die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend und Familienhilfe gemeinnützige GmbH nun auch in Berlin mit einer neuen Erziehungsstelle aktiv.

Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH freut sich sehr auf die beginnende Zusammenarbeit mit einer neuen, engagierten und verantwortungsbewussten pädagogischen Fachkraft und heißt sie gemeinsam mit ihrer Familie herzlich willkommen.

Mit dieser Angebotserweiterung wird künftig einem weiteren jungen Menschen ab dem Alter von 0 Jahre ein familiäres Betreuungssetting unter der Obhut einer pädagogischen Fachkraft, welches eine eigenständige und eigenverantwortliche Lebensführung ermöglicht und fördert, geboten.

In einem ruhigen Berliner Wohngebiet befindet sich das Einfamilienhaus der Familie mit einem schönen Gartengrundstück. Darüber hinaus stellen örtlichen Gegebenheiten alles bereit, was die Entwicklung eines jungen Menschen positiv unterstützt: ein nahgelegenes Siedlungsvereinshaus mit Tieren, welches zum Vorbeischauen, Reiten und Streicheln einlädt, zahlreiche Spielplätze und Vereine sowie ein weitläufiges Parkgebiet.


Erfahrungen in der Corona-Krise

Das gesamte Gemeinschaftsleben wird aktuell massiv von der Corona-Krise beeinflusst. Auch der Alltag in den Betreuungsstellen der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH wird hiervon ganz wesentlich geprägt: Es gibt keine Außenkontakte und das Leben findet fast ausschließlich in der häuslichen Gemeinschaft statt.

Es ist bewundernswert und erstaunlich zugleich, denn das Zurückziehen in die Häuslichkeit ist mit viel Anstrengung verbunden – für alle. Es bedarf einem Höchstmaß an gegenseitiger Achtung und Akzeptanz. Und diese Erfahrung kann von allen Beteiligten – mit Sicherheit in vielen Nuancen – gemacht werden: es ist nicht nur Belastung und Anstrengung für alle. Es ist auch die erlebte Erfahrung und Erkenntnis, dass es für alle einen Erlebnisgewinn gibt. Denn die Pädagog*innen und ihre Familien, die jungen Menschen und die Herkunftsfamilien meistern diese schwierige Situation miteinander mit viel Kreativität. Die Beteiligten der öffentlichen Erziehung können erfahren, wie tragfähig die Angebote in häuslicher Gemeinschaft der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH sind.

Insofern birgt die Corona-Krise in ihren Auswirkungen ambivalente Einsichten. Die Erschwernis, die sie allen aufbürdet, bringt auch erfreuliche Erkenntnisse mit sich: es ist eine große Stärke, die die betreuenden Pädagog*innen mit ihren Familiensystemen in dieser Zeit den jungen Menschen und ihren Herkunftsfamilien gewährleisten. Denn sie bieten einen Ort, an dem die jungen Menschen Geborgenheit und Sicherheit erfahren – auch in einer sehr schwierigen Zeit.


Kontakt zum zentralen Anfragemanagement der haug&partner unternehmensgruppe

Telefon: 07361/52 82 84 0 

oder die kostenfreie Rufnummer 0800 66 46 85 0

E-Mail: anfrage@haug-partner-unternehmensgruppe.de

Oder direkt über das Anfrageformular

 

Über das zentrale Anfragemanagement nimmt die haug&partner unternehmensgruppe die Belegungsanfragen von Jugendämtern und anderen anfragenden Institutionen/Personen entgegen. Zeitnah werden anschließend die Möglichkeiten einer bedarfsgerechten Unterbringung innerhalb der Unternehmensgruppe geprüft. Hierfür werden alle Kapazitäten innerhalb der Schwesterunternehmen berücksichtigt, um daraufhin gemeinsam mit der anfragenden Person zu klären, welches Angebot am besten geeignet scheint.

Informationen zu den jungen Menschen gewinnt das Anfragemanagement im telefonischen Austausch mit der anfragenden Person sowie durch die Auswertung der zur Verfügung gestellten Unterlagen.

Durch die enge Vernetzung mit den Verantwortlichen aller zu berücksichtigenden Stellen werden mehrere Faktoren wie die Persönlichkeit der Pädagog*innen, die Infrastruktur, die Erreichbarkeit notweniger Schulformen, die Gruppenzusammensetzung etc. miteinbezogen, um dann bedarfsgerechte Angebote machen zu können.

Den Kontakt zum zentralen Anfragemanagement finden Sie auch auf der Seite des zentralen Anfragemanagements der haug&partner unternehmensgruppe.


Kernsegment: Erziehungsstellen und Familienwohngruppen

Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH weiß um die hohe Wirksamkeit von familienanalogen Betreuungsangeboten:

Familienorientierte Settings – wie Erziehungsstellen und Familienwohngruppen – schaffen für und mit Kindern und Jugendlichen ein Zuhause, das ihnen Sicherheit und Orientierung gibt; auch außerhalb der Herkunftsfamilien. Die alltagsorientierte Gestaltung dieses sozialpädagogischen Ortes gewährleistet Entwicklungs-, Lern- und Teilhabemöglichkeiten für die jungen Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft. Die Selbstorganisation, Selbstwirksamkeit sowie die eigene, individuelle Innovationskraft der handelnden Personen stehen im Vordergrund. Sie machen es möglichen, die Kinder und Jugendlichen individuell und intensiv zu begleiten und zu fördern und ihnen zeitgleich ein hohes Maß an Möglichkeiten zu bieten, ihren eigenen Lebensweg aktiv zu gestalten sowie an allen Entscheidungen des Alltagslebens beteiligt zu sein.

Erziehungsstellen und Familienwohngruppen bieten einen pädagogischen Ort, der sich durch Sicherheit, Geborgenheit und umfassende Versorgung auszeichnet und für die zu betreuenden jungen Menschen unbelastete Ausgangsbedingungen und Handlungsoptionen ermöglicht. Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH weiß um die hohe Wirksamkeit von familienanalogen Betreuungsangeboten für die Kinder und Jugendlichen. Daher bildet dieses Betreuungsangebot das Kernsegment des Trägers. Diese Schwerpunktsetzung zeichnet sich aus durch eine hohe Vielzahl an unterschiedlichen Betreuungsstellen, die bedarfsgerechte Angebote für die jungen Menschen bieten.


Kreativität und Innovation

Die jungen Menschen bei h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH sind vielseitig begabt. Auch C., 18 Jahre alt, hat nicht nur abwechslungsreiche Interessen, sie hat auch eine ganz besondere Begabung: Sie malt, seitdem sie denken kann. So sagt sie über sich selbst. Derzeit bemalt sie Postkarten und Keilrahmen. Malen und Zeichnen ist sehr wichtig für sie, denn dadurch kann sie den Alltagsstress ausblenden und ruhige Momente für sich selbst schaffen.

Ihr Berufswunsch ist eine Ausbildung als Notfallsanitäterin beim Deutschen Roten Kreuz. Dort kann sie, sobald sie ihren KfZ-Führerschein bestanden hat, ein FSJ und danach auch die Ausbildung absolvieren.

Um den Führerschein zu finanzieren, bietet sie daher ihre Postkarten zum Verkauf an. Kundenwünsche werden selbstverständlich gerne berücksichtigt. Es lohnt sich, denn jede Postkarte ist ein Kunstwerk!

Wer am Kauf interessiert ist, darf sich gerne an Frau Alexandra Feldmeier wenden: a.feldmeier@hup-jugendhilfe-bw.de.

 


Die neuen Räume und erweiterte kollegiale Unterstützung in der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH

Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH eröffnete zwei neue Regionalbüros in Gegenbach und in Riedlingen. Helle und großzügige Räume schaffen ein angenehmes Ambiente und laden ein zum Vorbeischauen und zum kollegialen Austausch. Für die zahlreichen Erziehungsstellen auf der schwäbischen Alb und im Schwarzwald wurde damit die ideale Voraussetzung für eine vielseitige Nutzung geschaffen. So können die Räumlichkeiten zum Dreh- und Angelpunkt der jeweiligen Region in der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH werden. Die Räume können darüber hinaus vielfältig genutzt werden: für Aktionen seitens der jungen Menschen, für begleitete Umgänge, für Feste und Feiern, u.a..

Zwei neue Kolleginnen erweitern und ergänzen künftig das Team der Fachberatungen bei h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH. Beide Kolleginnen bringen mehrjährige und vielfältige Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe mit.

Durch diese Erweiterung werden neue Impulse geschaffen, so dass die Unterstützung der betreuenden Kolleg*innen in den Betreuungsstellen optimal ausgeweitet und verstärkt werden wird.

         


Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH startet mit Neuerungen ins Jahr 2020

Mit einigen Neuerungen startet die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH in das Jahr 2020: Ab 01.01.2020 wird Frau Johanna Klebl-Haug die Geschäftsführung innehaben. Mehrere Regionalbüros ergänzen künftig das Netzwerk der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH: In Gengenbach im Landkreis Ortenaukreis wurde im Dezember ein Regionalbüro eröffnet, ebenso in Riedlingen im Landkreis Biberach. Mit den Regionalbüros in Aalen, sowie in Bad Rappenau verfügt die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH über eine Infrastruktur, die den Anforderungen eines sozialen Trägers mit dezentraler Struktur Rechnung trägt. Auch das Team des sozialpädagogischen Fachdienstes wird sich erweitern. Neue Kolleg*innen werden ab Januar und Februar das Team unterstützen, um im Bereich der Beratung der Pädagog*innen in den Angeboten in häuslicher Gemeinschaft eine fundierte Begleitung zu gewährleisten.

Die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH startet mit Schwung und kraftvollem Elan ins Jahr 2020.