Demokratie im pädagogischen Alltag

20. Aug.. 2026Betreuungsstellen, Bewerber*innen, Informationen, Jugendämter, Veranstaltungen

Gesellschaftliche Entwicklungen machen auch vor der Kinder- und Jugendhilfe nicht Halt. Demokratische Werte werden offen infrage gestellt, gesellschaftliche Debatten werden schärfer geführt und auch junge Menschen greifen rassistische, menschenverachtende oder demokratiefeindliche Aussagen aus sozialen Medien, dem Freundeskreis oder ihrem familiären Umfeld auf. Damit stellt sich auch für sozialpädagogische Fachkräfte immer häufiger die Frage, wie solchen Äußerungen im pädagogischen Alltag begegnet werden kann

Die zweite Online-Fachtagsreihe des Jahres zum Thema „Störungsbilder gemäß ICD-10“ startet.

Für die h&p Baden-Württemberg gGmbH als Teil der haug&partner unternehmensgruppe ist die Haltung hierzu klar. Pädagogische Fachkräfte handeln parteipolitisch unabhängig, sind jedoch nicht wertneutral. Menschenwürde, Gleichberechtigung, Kinderrechte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung bilden einen verbindlichen Rahmen professionellen pädagogischen Handelns. Demokratiebildung ist kein zusätzliches Angebot, sondern Teil des gesetzlichen Erziehungs- und Bildungsauftrags der Kinder- und Jugendhilfe.

Im Alltag ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, demokratische Werte erfahrbar zu machen. Junge Menschen erleben Demokratie dort, wo sie beteiligt werden, ihre Meinung gehört wird, Regeln gemeinsam entwickelt werden und Konflikte respektvoll ausgetragen werden. Ebenso gehört dazu, diskriminierende oder menschenverachtende Äußerungen nicht unkommentiert stehen zu lassen. Dabei geht es nicht darum, junge Menschen politisch zu beeinflussen. Vielmehr sollen Fachkräfte zuhören, nachfragen, Aussagen einordnen, Perspektivwechsel ermöglichen und zur eigenen kritischen Auseinandersetzung anregen.

Die haug&partner unternehmensgruppe hat sich mit diesem Thema deshalb intensiver auseinandergesetzt und hierzu ein Grundlagenpapier entwickelt. Es beschreibt die gemeinsame Haltung und gibt Orientierung für den Umgang mit demokratiefeindlichen oder diskriminierenden Aussagen im pädagogischen Alltag. Damit verbindet sich ein pädagogischer Anspruch: Junge Menschen benötigen gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung verlässliche Erwachsene, die im Gespräch bleiben, Orientierung geben und zugleich dort klare Grenzen setzen, wo die Würde anderer Menschen oder die Grundlagen unseres demokratischen Zusammenlebens infrage gestellt werden.

h&p Baden-Württemberg gGmbH