Systemisches Arbeiten in der regionalen Konferenz in Riedlingen

5. Mai. 2026Betreuungsstellen, Bewerber*innen, Informationen, Jugendämter

Beim letzten regionalen Treffen mit den sozialpädagogischen Fachkräften der Region Süd im Regionalbüro in Riedlingen stand ein zentrales Thema im Fokus: die biografische Arbeit mit den aufgenommenen jungen Menschen durch die Erstellung eines systemischen Genogramms sowie einer individuellen Timeline. Ziel dieser Methoden ist es, Lebensgeschichten sichtbar zu machen, Zusammenhänge besser zu verstehen und die pädagogische Arbeit nachhaltig zu stärken.

 

Die zweite Online-Fachtagsreihe des Jahres zum Thema „Störungsbilder gemäß ICD-10“ startet.

Nach einer kurzen fachlichen Einführung wurde deutlich, wie wertvoll das systemische Genogramm als Instrument ist. Es ermöglicht, familiäre Beziehungen, Bindungen, Brüche und wiederkehrende Muster übersichtlich darzustellen. Insbesondere bei jungen Menschen mit herausfordernden Lebensbiografien eröffnet diese Visualisierung neue Perspektiven für Fachkräfte und bietet eine fundierte Grundlage für das Verstehen von Verhaltensweisen und emotionalen Dynamiken.

Ergänzend dazu wurde die Arbeit mit einer Timeline vorgestellt und praktisch erprobt. Hierbei werden wichtige Lebensereignisse chronologisch festgehalten – sowohl belastende als auch stärkende Erfahrungen. Die Teilnehmenden konnten erfahren, dass diese Methode nicht nur Struktur in komplexe Biografien bringt, sondern auch Ressourcen sichtbar macht, die im Alltag oft übersehen werden.

Das Treffen bot neben fachlichem Input auch Raum für Reflexion und kollegialen Austausch und wie immer auch Zeit für ein gemütliches gemeinsames Frühstück.

h&p Baden-Württemberg gGmbH